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Dental Health Month 2011
WAS IST KRANIOMANDIBULÄRE DYSFUNKTION?
Unter dem Begriff „Kraniomandibuläre Dysfunktion“ (CMD) werden eine Reihe von Beschwerden zusammengefasst, bei denen es zu Schmerzen im und um das Kiefergelenk und benachbarten Muskeln kommt. Kiefergelenkbeschwerden wirken sich auf das Sprechen, Essen, Kauen, Schlucken und sogar auf die Atmung aus.
WAS SIND DIE SYMPTOME DER KRANIOMANDIBULÄREN DYSFUNKTION?
Das häufigste Symptom sind Schmerzen; manche Menschen sind auch schmerzfrei, haben jedoch trotzdem Probleme beim Bewegen des Kiefers.
Mögliche Symptome sind:
Schmerzen im Gesicht
Schmerzen im Kiefergelenk und umgebenden Gebieten, auch im Ohr
Unfähigkeit, den Mund bequem zu öffnen
Knack- oder Reibgeräusche im Kiefergelenk
Kiefersperre beim Versuch, den Mund zu öffnen
Kopfschmerzen
Zubeißen fühlt sich unangenehm oder „daneben“ an
Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen
Schwellung einer Gesichtsseite
Außerdem kann es auch zu Ohrenklingeln, Ohrenschmerzen, Schwerhörigkeit, Schwindel und Sehstörungen kommen.
Ein gelegentliches unangenehmes Gefühl im Kiefergelenk oder den Kaumuskeln kommt häufig vor und ist kein Grund zur Besorgnis. Vielen Menschen mit CMD geht es auch ohne Behandlung bald wieder besser. Häufig verschwindet das Problem im Laufe einiger Wochen bis Monate von selbst.
WIE KOMMT ES ZUR KRANIOMANDIBULÄREN DYSFUNKTION?
Nicht alle Ursachen sind bekannt. Zu den möglichen Ursachen gehören Verletzungen im Kieferbereich, verschiedene Formen von Arthritis, einige Zahnbehandlungen, Kieferdehnung z. B. beim Einführen eines Beatmungsschlauches vor einer Operation und Aufeinanderpressen der Zähne oder Zähneknirschen.
WIE WIRD DIE KRANIOMANDIBULÄRE DYSFUNKTION BEHANDELT?
Reversible Behandlungen
Dem National Institute of Dental and Craniofacial Research der US-amerikanischen National Institutes of Health zufolge sollten CMD-Behandlungen möglichst reversibel sein. Das bedeutet, die Behandlung sollte keine dauerhaften Veränderungen an Kiefer oder Zähnen verursachen.
Beispiele für reversible Behandlungen:
verschreibungsfreie Schmerzmittel
verschreibungspflichtige Medikamente
sanfte Übungen zur Dehnung und Entspannung des Kiefers
Stabilisierungsschienen (Aufbissplatte oder -schiene)
Irreversible Behandlungen
Dem National Institute of Dental and Craniofacial Research der US-amerikanischen National Institutes of Health zufolge konnten irreversible Behandlungen ihre Wirksamkeit nicht unter Beweis stellen und können das Problem verschlimmern.
Beispiele für irreversible Behandlungen:
Anpassung des Bisses durch Zähneknirschen
übermäßige zahnärztliche Behandlung
Unterkiefer-Repositionierungsschienen
kieferorthopädische Behandlung
Operationen, z. B. vollständige oder teilweise Ersetzung des Kiefergelenks
WERDEN CMD-BEHANDLUNGEN VON DER KRANKENKASSE ÜBERNOMMEN?
Viele Krankenkassen und Zahnzusatzversicherungen zahlen die Behandlung von Kiefergelenks- und Kaumuskelbeschwerden nicht oder übernehmen nur bestimmte Verfahren. Fragen Sie bei Ihrer Versicherungsgesellschaft nach, welche Behandlungen übernommen werden.
ZUKÜNFTIGE FORSCHUNG
Auf diesem Gebiet gibt es noch viel zu erforschen. Die Wissenschaftler wissen nicht genau, was zu den meisten CMD-Problemen führt, wie sie zu diagnostizieren sind, wie man sie wirkungsvoll behandelt und wie man ihnen vorbeugt.
In den letzten Jahren hat The TMJ Association, eine US-amerikanische Patientenlobbyvereinigung, drei internationale wissenschaftliche Konferenzen mit den National Institutes of Health mitfinanziert, bei denen es um diese Fragen ging. Einzelheiten zu diesen Konferenzen und ausführliche Informationen zu CMD finden Sie auf der Website von The TMJ Association (nur englisch):
www.tmj.org.
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